Schon früh machte sich die Liebe zur Natur und ein unseliger Hang zu Motorrädern und  Technik bemerkbar. So war es kein Wunder, maxidaß nach der Ausbildung  zur Floristin das erste selbst verdiente Geld für ein Motorrad geopfert wurde. Auch wenn diese Schraddel mehr stand als fuhr und nur zwischenzeitlich mit rotem Nummernschild bewegt wurde hat sie einen besonderen Platz in meiner Geschichte verdient. Aber dazu später mehr.

Danach kam ein ausgesprochen chaotischer Lebensabschnitt mit diversen Standortwechseln, sogenannten “Beziehungskisten”, Umschulung und der Suche nach der großen  Liebe. 

Inzwischen hat es mich in das schöne Nordhessen verschlagen, der endgültige Standort und die große Liebe  sind seit mehr als 25 Jahren gefunden. Ich habe so diverse Tätigkeiten, bin  Mitglied in einem Motorradclub und beschäftige mich in meiner Freizeit mit dem Sammeln von Pinguinen und dem Motorradfahren. Auch die Urlaubsfahrten  wurden - natürlich - mit dem Motorrad unternommen. Und außer zwei Menschen bevölkern verschiedene gefiederte Mitbewohner unser Häuschen.

Auch wenn ich nicht mehr bei jedem Wetter aufs Bike steige (auch Dodos werden älter) habe ich auf zwei Rädern immer noch den meisten Spaß.  Aber man wird halt mit dem Alter etwas ruhiger. Ich weiß inzwischen wie es sich anfühlt, wenn man mehr als unsanft unter gut 270 Kilo Metall landet, wie sich gerissene Sehen, Zerrungen, Prellungen, aufgeschürfte Haut, verknackste Gelenke und zwei Meniskusoperationen anfühlen. Von den angefrorenen Fingerspitzen, einer Nierenbeckenentzündung und diversen Insektenstichen an den verschiedensten Körperstellen mal abgesehen. Ich habe meine Erfahrungen mit “bestem schottischem Wetter” im August ebenso gemacht wie glühende Hitze in den maurischen Bergen um St. Tropez, dem widerlichen Geschmack von zu viel unfreiwillig geschlucktem Ostseewasser und dem Übernachten auf der Ladefläche eines LKWs bei 15 Grad unter Null. Ich kann nicht sagen, wie oft ich Sonnenbrand hatte, naß bis auf den letzten Zipfel meiner Unterwäsche war oder so eingefroren, dass ich nur noch vor mich hin gezittert habe. Aber das ist auch unwichtig. Ich habe das getan, was ich tun wollte und ich bereue davon nicht eine Sekunde. Diese Erlebnisse kann mir keiner mehr nehmen, auch wenn ich es jetzt wesentlich beschaulicher angehen lasse.

Einige Interessen haben sich im Laufe meines Lebens zusätzlich herauskristallisiert. Ich bin nach wie vor eine Leseratte, mache gerne Musik auf den verschiedensten Instrumenten, stricke gern Socken und bastle. Mein kleiner Garten ist zwar eine wilde Oase aber ohne Kräuterspirale, Hochbeet usw. wäre er nicht komplett.. Ja, und die Elektronik samt Computerschrauberei, Webdesign und DTP lässt mich auch nicht los. Manchmal verbringe ich viel zu viel Zeit am Bildschirm.

Langeweile? Was ist das?

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Böse Gerüchte besagen ja, daß das  letzte Dodo schon im 16. Jahrhundert auf der Insel Mauritius erlegt und in den Kochtopf gesteckt wurde, aber ich bin da ganz anderer Meinung!

Kurz gesagt sind Dodos freundliche Zeitgenossen, die einfach nur ihre eigenen Ansichten haben.

Und von wegen flugunfähig und enentähnlich...pfff...

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mini1 Geschlüpft bin ich im August des Jahres 1965 an einem Sonntag kurz vor Mitternacht aus dem einzigen Ei eines kleinen Nestes in Duisburg. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll ich schon im Krankenhaus lautstark kundgetan haben was ich will, und vor allem was ich NICHT will. Auf jeden Fall sehen meine armen Eltern auf den Fotos der damaligen Zeit immer total geschafft aus. Vor allem meine Mama hat wohl mit mir keine ruhige Minute gehabt. Langweilig wurde es mit mir aber auch nie. Ob kreatives Spinatweitspucken, selbstmörderische Experimente mit zwei Stecknadeln und dem einzigen ungesicherten Stromanschluß der Wohnung oder einem tollen Stunt (mit dem Dreirad eine zwölfstufige Betrontreppe herunter) “Guck mal Mama!” Ich wollte Action!

Der rechtliche Kleinkram:

Dodo